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Bildungsreise Ghetto Litzmannstadt (Łódź) / Vernichtungslager Kulmhof (Chełmno)

Die Geschichte des jüdischen Gettos in Łódź (von den Nazis Litzmannstadt genannt), sowie das Vernichtungslager in Kulmhof/Chełmno stehen im Zentrum dieser Bildungsreise.
Wann 30.08.2019 um 07:00 bis
03.09.2019 um 14:00
Wo Lodz
Name
Kontakttelefon 02204 / 25819
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Schon jetzt hört man immer wieder die dumpfe Frage: Wird je ein Mensch der Nachwelt sagen können, wie wir hier gelebt haben und gestorben sind?“

(Oskar Singer)

Das Getto von Łódź war das erste Großgetto, das die Nazis auf polnischem Boden errichteten, und es hatte am längsten Bestand. Erst im August 1944 wurde es als letztes jüdisches Getto aufgelöst und die bis dahin überlebenden Juden wurden nach Auschwitz deportiert.
In dem etwa 60 Kilometer von Łódź entfernten Dorf Chełmno errichteten die Nazis im Dezember 1941 das erste Vernichtungslager Kulmhof. Hier wurden vor allem die „arbeitsunfähigen“ Juden des Gettos Łódź und des „Reichsgaus Wartheland“ in Gaswagen ermordet.

An den ersten beiden Tagen (Samstag und Sonntag) dieser Reise durchwandern wir das ehemalige Gettogebiet und suchen Orte auf, die für die Geschichte des Gettos von Bedeutung waren. Dabei beschäftigen uns zunächst die Fragen:
Wie „funktionierte“ das Getto? Wie und warum wurde es errichtet? Wie begegnete die jüdische Gettobevölkerung der Bedrohung durch die Verelendung und dem allgegenwärtigen Hunger? Welche Rolle spielte (Schul-) Bildung und Kultur im Getto? Wie agierte die deutsche Gettoverwaltung und wie reagierten die Jüdische „Selbstverwaltung“, die jüdische Polizei (Ordnungsdienst) und die „Sonderabteilung“?

Besonders intensiv werden wir uns mit der Rolle des „Judenältesten“ Chaim Rumkowski und mit dem deutschen Gettoverwalter Hans Biebow auseinandersetzen, denen es gelang, das Getto zu einem für die Wehrmacht attraktiven Rüstungsbetrieb zu machen und es somit bis August 1944 zu erhalten.

Am zweiten Tag werden wir uns mit der Zeit der Deportationen in die Vernichtungslager beschäftigen. Welche Entwicklungen führten zu den Vernichtungsaktionen der deutschen Täter? Wie reagierten die jüdische Bevölkerung und die jüdische Verwaltung im Getto? Was wussten die Menschen über die Vernichtung zu unterschiedlichen Zeitpunkten? Wie war das Schicksal der 5.000 ins Getto deportierten burgenländischen Roma? Welchen Widerstand gab es im Getto?

Sieben Tagebücher von jüdischen Autoren begleiten uns in diesen Tagen und geben uns einen unmittelbaren Eindruck vom Leben und Sterben im Getto.

Am dritten Tag (Montag) der Bildungsreise machen wir eine Busrundfahrt nach Dobra, Koło (Warthbrücken) und nach Chełmno. Wir versuchen den Weg der Opfer in das Vernichtungslager nachzuvollziehen. In Chełmno beschäftigen wir uns mit den Tätern und ihrem „Alltag“, sowie mit dem Ablauf der Vernichtungsaktionen im sogenannten „Schloss“ und im „Waldlager“. Dort endet unser Programm mit einem Gedenken an die Opfer.

Organisatorisches zur Reise nach Łódź 30. August  – 3. September 2019
(Getto Litzmannstadt, Vernichtungslager Kulmhof)
Fragen zum Programm, Ablauf und Organisation der Bildungsreise beantwortet:
Roland Vossebrecker
02204 / 25819

vossebrecker@bildungswerk-ks.de

Anreise

Es wird eine gemeinsame An- und Abreise per Bahn von Berlin nach Łódź organisiert. Die Kosten dafür sind nicht im Teilnehmerbeitrag erhalten. Zeiten und Preise werden später veröffentlicht. Natürlich ist es auch möglich, seine Anreise privat zu organisieren.

Krankenversicherung, Reiseversicherung

Die Teilnehmer der Bildungsreise sind vom Veranstalter nicht krankenversichert und nicht reiseversichert.

Unterbringung

Wir wohnen in Łódź im Hotel Grand. Dieses liegt in der Łódźer Prachtstraße Piotrkowska.

Verpflegung

Im Hotel erhalten wir Frühstück und Abendessen. Die Teilnehmer werden gebeten, sich mittags (und auch während der Anreise und Rückfahrt) selber zu verpflegen (was in Łódź in den vielen Läden, Supermärkten und preisgünstigen Restaurants auch problemlos möglich ist).

Teilnahmebetrag

Der Teilnahme an der Reise kostet 330,00 € (bei Unterbringung im Doppelzimmer).

Der Preisaufschlag für ein Einzelzimmer beträgt 90,- €.

Im Teilnahmebeitrag enthalten sind Übernachtung, Frühstück, Abendessen, Busfahrten, Straßenbahnfahrten, Kosten für Führungen, Eintritt, etc.

Der Teilnehmerbeitrag muss bis zum 01. Juli 2019 überweisen werden:
Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V.,
IBAN DE88 5205 0353 0001 0713 71
BIC HELADEF1KAS

Teilnehmer/innen

Die Teilnehmerzahl für die Reise beträgt mindestens 10, maximal 20 Personen.

Anmeldeschluss

Anmeldeschluss ist der 1.7.2019 (zwei Monate vor Reisebeginn). Es empfiehlt sich eine frühzeitige Anmeldung, da diese Reise in den letzten Jahren immer schnell ausgebucht war.

Weitere Informationen, Fragen...

Fragen zum Programm, Ablauf und Organisation der Bildungsreise beantwortet:

Roland Vossebrecker (02204 / 25819)