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Die Ermordung der jüdischen Bevölkerung Lembergs – die "Große Aktion“

Im Jahr 2022 jähren sich die Deportationen aus Lemberg nach Belzec zum 80. Mal Aus diesem Anlass organisieren wir eine Bildungsreise.
Wann 25.08.2022 um 08:55 bis
28.08.2022 um 15:55
Wo Lwiw
Termin übernehmen vCal
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Mit der deutschen Besatzung im Sommer 1941 begann der Terror gegen die jüdische Bevölkerung Lembergs: Pogrome, die Vertreibung aus den Wohnungen und Stadtvierteln ins Ghetto, das Abdrängen in Armut, Ausbeutung in Zwangsarbeit, Erniedrigung bis hin zur massenhaften Ermordung. Der Massenmord erfolgte sowohl durch Erschießungen vor Ort als auch durch Deportation in das Mordlager Bełżec, dem ersten Vernichtungslager der Ermordungsmaschinerie der „Aktion Reinhardt“.
Diese Mordaktion fand ihren dramatischen Höhepunkt in der sog. "Große-Aktion". Vom 10. bis zum 23. August wurden ein Drittel der jüdischen Bevölkerung der Stadt - etwa 50.000 Jüdinnen und Juden - in das Mordlager Belzec deportiert oder in Lemberg erschossen. Am 1. September 1942 fand die Aktion ihren Schlusspunkt, als Vertreter des Judenrats öffentlich erhängt wurden. Im Jahr 2022 jährt sich die August-Aktion zum 80. Mal. Auf der Bildungsreise aus diesem Anlass stehen die Ereignisse im August 1942 in Lemberg im Mittelpunkt. Wir beschäftigen uns mit den Lebensbedingungen der jüdischen Bevölkerung und den Umständen ihrer Deportation nach Belzec. Zudem wollen wir die Hintergründe, Strategien und Machenschaften der deutschen Besatzer und ihrer Unterstützenden als Täter:innen, Profitierende und Zuschauende beleuchten.

Vorläufiges Tagesprogramm:

 

Donnerstag, 25.8.2022

Anreise nach Lwiw. Wir werden ab Berlin fliegen. Die Hin- und Rückreise wird von den Teilnehmenden selbst organisiert. Abends setzen wir uns zu einem ersten Gespräch zusammen.

 Freitag, 26.8.2022

Wir schauen uns verschiedene Orte auf dem Gebiet des ehemaligen Ghettos in Lemberg an. Außerdem besuchen wir Orte im ehemaligen „deutschen Viertel“ der Stadt.

 Samstag, 27.8.2022

An diesem Tag besuchen wir das Gelände des Zwangsarbeitslagers an der Janowska-Straße, den Kleparow-Bahnhof und die Tötungsstätte Piaski.

Sonntag, 28.8.2022

Rückflug nach Berlin

Organisatorisches:


Zur Einreise in die Ukraine wird ein Reisepass benötigt, der einen Monat über
das Ende des Aufenthaltes in der Ukraine hinaus Gültigkeit besitzt.
Ein Personalausweis genügt zur Einreise nicht.
EU-Bürger:innen erhalten an der Grenze ein Visum zur Einreise.

Krankenversicherung, Reiseversicherung

Die Teilnehmenden der Bildungsreise sind vom Veranstalter nicht krankenversichert und nicht reiseversichert. Der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung wird empfohlen, aufgrund der Pandemiesituation wird sie voraussichtlich sogar zwingend zur Einreise benötigt.

Unterbringung

Die Unterbringung ist im Doppelzimmer. Eine Unterbringung im Einzelzimmer
ist gegen einen entsprechenden Aufpreis möglich.

Anmeldungen:

Wir bitten um frühzeitige Anmeldung, da sonst die Teilnahme nicht garantiert werden kann.

Das Anmeldeformular kann hier heruntergeladen werden.

Fragen zum Programm, Ablauf und Organisation der Veranstaltung beantwortet das Bildungswerk Stanisław Hantz e.V.:

Steffen Hänschen

Teilnehmerbetrag

Der Teilnehmerbeitrag beträgt 300,00 €.

Im Teilnahmebeitrag enthalten sind Übernachtung, Frühstück, ein Mittag- bzw. Abendessen, Fahrten mit dem ÖPNV. Kosten für Führungen etc. Die Mindestanzahl der Teilnehmenden dieser Reise liegt bei 14 Personen. Nicht inbegriffen ist in diesen Betrag die An- und Abreise nach Lwiw.

Der Teilnehmerbeitrag soll bis spätestens zwei Monate vor der Reise auf das folgende Konto überwiesen werden:

Bildungswerk Stanisław Hantz e.V.,
Konto 1071 371 bei der Kasseler Sparkasse (BLZ 520 503 53)
IBAN DE88 5205 0353 0001 0713 71
SWIFT-BIC HELADEF1KAS.

Stichwort: Ukraine-Reise

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