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Stacja Treblinka - Gedenkort an der ehemaligen Bahnstation Treblinka

Das Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V. unterstützt das Museum Treblinka bei der Errichtung eines Gedenkortes auf dem Gelände des ehemaligen Bahnhofs Treblinka. Spendenaufruf bei betterplace.org

 

Der Spendenaufruf bei betterplace

2018 wurde dem Museum Treblinka ein Teil des ehemaligen Bahnhofgeländes übergeben. Jetzt wurde begonnen, einen Ort des Erinnerns und Gedenkens aufzubauen. Ein Ort, an dem an die Menschen erinnert wird, die zusammengepfercht in den Waggons standen und auf die Weiterfahrt in das Mordlager Treblinka warten mussten. Die Menschen, die versucht haben, aus den Waggons zu fliehen und hier getötet wurden. Das Bildungswerk unterstützt dieses Vorhaben.

 
Stacja Treblinka_1990
Bahnhof Treblinka im Jahr 1990

Zur Geschichte der Bahnstation von Treblinka.

Broschüre „Der Bahnhof von Treblinka“ zum Download

Von Juli 1942 bis August 1943 war der Bahnhof Treblinka der Ort, an dem alle sogenannten "Umsiedlerzüge" zum Stehen kamen. Hier wurden jeweils 20 Waggons von dem Zug abgekoppelt und auf das Nebengleis rangiert. Von dort wurden die Waggons Richtung Kiesgrube gescho-
ben und an einem neu geschaffenen Abzweig weiter in das Mordlager gebracht. Die „Rampe“ innerhalb des Lagers, an der die Menschen aus den Waggons getrieben wurden, konnte maximal 20 Waggons aufnehmen. Der offizielle Name für das deutsche Mordlager lautete: „SS-Sonder-
kommando Treblinka, Distrikt Warschau“. Der erste Todeszug erreichte Treblinka am 23. Juli 1942 mit Menschen aus dem Warschauer Ghetto. Die letzten Züge kamen am 18. und 19. August 1943 mit 8.000 Menschen aus Białystok. Auf einem kleinen Areal von 400 x 600 Meter fand der
Mord statt. Die ankommenden Jüdinnen und Juden mussten sich auf einem Platz entkleiden und wurden anschließend durch einen schmalen Gang in die Gaskammern getrieben. Im Regelfall dauerte es 1,5 Stunden, bis die Menschen nach ihrer Ankunft in Treblinka ermordet waren. Nur
eine kleine Zahl von 600 bis 1.000 jüdischen Gefangenen ließen die Täter kurzzeitig am Leben. Sie mussten den Lagerbetrieb aufrecht halten, die Leichen aus den Gaskammern holen und sie verscharren und später verbrennen.

Für wie viele Jüdinnen und Juden der Bahnhof Treblinka die letzte Station vor ihrer Ermordung

Gedenkort im Aufbau
Gedenkort Treblinka im Aufbau