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Das Warschauer Ghetto

Juli 18, 2027 @ 8:00 a.m. Juli 23, 2027 @ 5:00 p.m.




1939 lebten etwa 370.000 Jüdinnen und Juden in Warschau. Sie bildeten damit die größte jüdische Gemeinschaft in Europa und nach New York das zahlenmäßig zweitgrößte jüdische Zentrum weltweit.

Anfang Oktober erklärten die deutschen Besatzer jene Stadtteile Warschaus, in denen die meisten Jüdinnen und Juden lebten, zum sogenannten jüdischen Wohnbezirk. Alle außerhalb dieses Bereichs lebenden jüdischen Einwohner*innen hatten innerhalb von sechs Wochen dorthin umzuziehen. Am 16. November 1940 wurde das mit Mauern und Stacheldrahtzäunen umgebene Ghetto offiziell als geschlossen erklärt. Infolge von Verschleppungen aus den umliegenden Landkreisen und aus dem Ausland (z. B. Berlin und Frankfurt) lebten Anfang 1942 mehr als 400.000 Menschen auf einem Areal von nur rund drei Quadratkilometern. Es war das größte Ghetto im deutsch besetzten Europa.

Am 22. Juli 1942 begannen die Verschleppungen von Jüdinnen und Juden aus dem Warschauer Ghetto in das Mordlager Treblinka. Allein bis Ende August 1942 wurden in den Gaskammern von Treblinka etwa 200.000 Warschauer Ghettobewohner*innen getötet. Als im April 1943 die letzten im Ghetto verbliebenen Menschen nach Treblinka verschleppt werden sollten, stellten sich Jüdinnen und Juden den Deutschen entgegen. Mit einem bewaffneten Aufstand wollten sie die Pläne der Deutschen durchkreuzen. Am 16. Mai 1943 meldeten die Deutschen die Niederschlagung des Aufstands und sprengten die Große Synagoge in Warschau. Unsere Bildungsreise folgt den wichtigsten Stationen in der Geschichte des Warschauer Ghettos. Das aktuelle jüdische Leben in Warschau wird auch Thema sein. Wir werden den Anfang des 19. Jahrhunderts angelegten jüdischen Friedhof aufsuchen. Er gehört zu einem der größten in Europa. Zum Programm gehört ein Besuch des Jüdischen Historischen Instituts (JHI) und des Polin – Museum der Geschichte der polnischen Juden. Wir nehmen am „Marsch der Erinnerung“ am 22. Juli 2027 teil, der alljährlich vom JHI veranstaltet wird, zur Erinnerung an die nach Treblinka verschleppten Jüdinnen und Juden.

Mehr Informationen zu der Bildungsreise:

Sonntag, 18. Juli 2027

Anreise von Berlin-Hauptbahnhof nach Warschau.
Wir wohnen im Hotel Ibis Warszawa Stare Miasto.

Das Tagesprogramm steht hier ab dem 1. Mai 2026 zur Verfügung

Abreise von Warschau nach Berlin-Hauptbahnhof.

An- und Abreise

Wir bieten eine organisierte An- und Abreise an. Es besteht auch die Möglichkeit einer selbstorganisierten, individuellen An- und Abreise.

Krankenversicherung, Reiseversicherung

Die Teilnehmer der Bildungsreise sind vom Veranstalter nicht krankenversichert und nicht reiseversichert.

Unterbringung

Wir wohnen in Warschau im Hotel Ibis Stare Miasto.

Die Teilnehmer*innen sind im Doppelzimmer untergebracht. Gegen einen Aufpreis ist die Buchung von einem Einzelzimmer möglich. Der genaue Preis steht noch nicht fest und ist von der örtlichen Preisentwicklung abhängig. 2025 betrug der EZ-Aufpreis 220,00 Euro bei drei Tagen Aufenthalt in Warschau.

Bei einer selbst organisierten Unterbringung reduziert sich der Teilnahmebeitrag entsprechend.

Teilnahmebeitrag

Der Teilnahmebeitrag bei einer Unterbringung im Doppelzimmer steht noch nicht fest und ist von der örtlichen Preisentwicklung abhängig. 2025 betrug der Teilnahmebeitrag im Doppelzimmer 650,00 Euro bei drei Tagen Aufenthalt in Warschau. In diesem Betrag enthalten sind die Übernachtung, Verpflegung, Fahrkarten, Führungen und die An- und Abreise. Bei eigener An- und Abreise nach Warschau reduziert sich der Teilnahmebeitrag entsprechend

Erst mit einer Anzahlung von 50 Euro ist die Anmeldung verbindlich. Wird die Teilnahme durch die/den Teilnehmer*in abgesagt, werden die 50 Euro nicht zurückerstattet.

Der Teilnahmebeitrag soll auf das folgende Konto überwiesen werden:
Bildungswerk Stanisław Hantz e.V.
Konto: 1071 371 bei der Kasseler Sparkasse (BLZ 520 503 53)
IBAN: DE88 5205 0353 0001 0713 71
SWIFT-BIC: HELADEF1KAS
Betreff: Warschau-Reise 2027

Soli-Beitrag

Immer wieder fragen Interessierte bei uns nach einer Ermäßigung für unsere Teilnahmegebühren. Um auch in solchen Fällen die Teilnahme zu ermöglichen, bitten wir diejenigen, die es sich leisten können und wollen um einen zusätzlichen Soli-Beitrag von 50 €. Interessierte können sich an uns wenden, um eine Ermäßigung bis zu einem Drittel der Teilnahmegebühr zu bekommen, solange der „Vorrat“ reicht.

Fragen zum Programm, Ablauf und Organisation der Veranstaltung beantwortet

Mario Wenzel
m.wenzel@bildungswerk-ks.de

Deutsch

Der Anmeldebogen steht hier zum Download bereit. Wir bitten um frühzeitige Anmeldung, da sonst die Teilnahme nicht garantiert werden kann.

Mario Wenzel