Die letzten Gedenksteine in Sobibor …

Im Gedenkweg des Museums Sobibór stehen heute über 420 Gedenksteine mit den Namen von Jüdinnen und Juden, die zwischen Frühjahr 1942 und Oktober 1943 in der Mordstätte Sobibór getötet wurden.

Entlang von beiden Seiten eines Weges vom Gedenkstätteneingang in Richtung der Massengräber wurden die Gedenksteine aufgestellt.

Die ersten Steine wurden am 14. Oktober 2003 gelegt. Dies geschah auf Initiative des Bildungswerks Stanisław Hantz e.V. mit der damaligen Verwaltung der Gedenkstätte Sobibor.

In der Folgezeit entwickelte sich der Gedenkweg zu einem dynamischen Erinnerungsprojekt. Jahr um Jahr kamen neue Steine mit Namen und biografischen Daten dazu. Es entstand ein lebendiger Gedenkort. Der Gedenkweg für die ermordeten Jüdinnen und Juden von Sobibor ist kein staatliches, sondern ein von interessierten Menschen getragenes Gedenk- und Erinnerungsprojekt. Weitere Informationen zur Geschichte des Gedenkweges finden Sie hier: https://www.sobibor.de/gedenkweg.

Das Museum Sobibór hat entschieden, dass ab dem nächsten Jahr keine weiteren Gedenksteine mehr aufgestellt werden können.

Bis dahin können jedoch noch eine begrenzte Anzahl von Gedenksteinen gelegt werden. Diese Möglichkeit wollen wir nutzen und nach Sobibor fahren, um dort ein letztes Mal neue Steine zu verlegen. Wenn Sie Interesse haben sollten, ebenfalls mit einem Gedenkstein an Opfer des Mordlagers zu erinnern, dann ist dies in begrenztem Umfang möglich.
Interessierte wenden sich für genauere Informationen bitte an:
Netti Gerhardt (gerhardt@bildungswerk-ks.de).

Die letzten Gedenksteine werden wir am 16. Oktober 2026 in Sobibór aufstellen.

Interessierte für eine Teilnahme an der Veranstaltung schreiben bitte ebenfalls an :
Netti Gerhardt (gerhardt@bildungswerk-ks.de).

Nach dem 16. Oktober 2026 ist das Projekt Gedenkweg für uns nicht beendet.

Auch wenn keine neuen Steine mehr aufgestellt werden können, wird der Gedenkweg für uns ein Ort bleiben, an den wir kommen, um der Menschen zu gedenken, die in Sobibór ermordet wurden. Gemeinsam mit Menschen aus Deutschland, Polen und darüber hinaus. Zusammen mit dem Museum Sobibór wollen wir zudem Möglichkeiten suchen, die Biografien der Menschen, für die ein Gedenkstein aufgestellt wurde, den Besucherinnen und Besuchern der Gedenkstätte zugänglich zu machen.

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