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Izbica

Seit Ende der 1990er Jahre besucht das Bildungswerk im Rahmen der Bildungsfahrt zu der "Aktion Reinhardt" das ehemalige Schtetl Izbica im Osten Polens. Mittlerweile wird dort nicht mehr nur über die dramatischen Ereignisse zu Beginn der 1940er Jahre an diesem Ort informiert. Stattdessen setzt sich das Bildungswerk auch aktiv dafür ein, die Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Von März bis November 1942 war die Stadt Izbica die letzte Station von etwa 26.000 Jüd_innen auf ihrem Weg in die Vernichtungslager. Kaum bekannt ist, dass darunter auch viele Menschen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern waren, die zunächst in so genannte Durchgangsghettos deportiert wurden. Dort mussten sie unter ärmlichsten Verhältnissen zusammengedrängt an einem kleinen Ort leben. Viele Menschen, die nach Izbica deportiert wurden (wie auch die jüdischen Einwohner_innen des Ortes - etwa 95 % der Bevölkerung) starben aufgrund der katastrophalen Lebensbedingungen, weitere wurden auf offener Straße ermordet.

Kooperation mit der Maria-Konopnicka-Schule

Zu Beginn der Jahre 2000 gab es in Izbica kaum etwas, das an die jüdische Vergangenheit des Orts erinnerte. Lediglich auf dem jüdischen Friedhof gab es Gedenksteine, aufgestellt von ehemaligen jüdischen Bewohnern, die aber bereits lange nicht mehr in dem Ort wohnen. Viele Einwohner wollten nicht an die jüdische Vergangenheit erinnert werden. Mittlerweile sieht dies anders aus. Davon zeugt die jahrelange Kooperation des Bildungswerks mit der Maria-Konopnicka-Schule in Izbica. (Zespół Szkól im. Marii Konopnickiej w Izbicy) Gemeinsam mit Lehrer_innen und Schüler_innen der Schule setzt sich das Bildungswerk dafür ein, den schrecklichen Ereignissen im Ort zu gedenken und die Geschehnisse nicht in Vergessen geraten zu lassen. Einige dieser Aktivitäten werden an dieser Stelle vorgestellt.

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Erinnerungen an die Besatzungszeit

Bewohner Izbicas erinnern sich an die Zeit der deutschen Besatzung Izbicas.

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Der jüdische Friedhof in Izbica

Von März bis November 1942 war die Stadt Izbica die letzte Station von etwa 26.000 Jüdinnen und Juden auf ihrem Weg in die Vernichtungslager. Kaum bekannt ist, dass viele der aus Deutschland und anderen europäischen Ländern nach Ostpolen deportierten Jüdinnen und Juden zunächst in so genannte Durchgangsghettos gebracht wurden. Das jüdische „Schtetl“ Izbica in der Nähe Lublins war eines davon. In den ersten Novembertagen 1942 wurde das Durchgangsghetto Izbica aufgelöst. Das Städtchen sollte ‚judenrein’ werden. Dabei wurden auf dem jüdischen Friedhof etwa 1.000 Menschen erschossen und in zwei Massengräbern verscharrt.

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Die Geschichte des Durchgangsghettos Izbica

Der polnische Historiker Robert Kuwalek zur Geschichte Izbicas als Durchgangsghetto in den Jahren 1942/43.

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Deportationen von und nach Izbica

In das Durchgangslager Izbica wurden viele jüdische Menschen auch aus Deutschland, der Slowakei, Österreich und Tschechien deportiert. Wir dokumentieren hier die Deportationen nach Izbica und geben einige Beispiele von Menschen aus den verschiedenen Ländern.

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Termine
"Annäherung an Auschwitz" 11.05.2018 - 15.05.2018 — Auschwitz
Der Holocaust in Litauen 20.05.2018 - 26.05.2018 — Vilnius
Eine Reise nach Treblinka zum 75. Jahrestag des Aufstands 01.08.2018 - 04.08.2018 — Siedlce, Treblinka
Bildungsreise Ghetto Litzmannstadt/Kulmhof 31.08.2018 - 04.09.2018 — Lodz
Bełżec, Sobibór, Treblinka - die vergessenen Mordlager des Holocaust 29.09.2018 - 06.10.2018 — Lublin
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